Ich war in einer großen Stadt, wunderschön anzusehen. Bunte Häuser, jede Menge Leute um mich herum. Mein Freund begleitete mich zu diesem Hotel. Er würde ein paar Tage nicht da sein, ich werde in einem Hotel Urlaub machen in dieser Zeit. Schon beim Betreten des Hotels bemerkte man, dass es sonderbar war. Es war genau wie alles andere in dieser Stadt schön anzusehen, luxuriös ausgestattet. Die Zimmer waren mit einem großen Doppelbett bestückt, ein großes Badezimmer mit genialer Dusche war inklusive. Ich war nicht lang allein, schon kurz nach meiner Ankunft öffnete sich die Tür und ein gutaussehender Mann kam zur Tür herein. Er war mein Mann. Für diese Tage. Nur für diese kurze Zeit. Anfangs war mir nicht klar, warum man hier zu jedem Zimmer einen Mann bekommt. Es waren allesamt Gentlemen, Prachtstücke von Männern, genau richtig gefühlsbetont und doch noch Mann genug. Mir war, als wär ich in einer Absteige für unglücklicher Singlefrauen gelandet. Ein Mann für den Dauer des Aufenthalts – genialer Einfall. Nicht um es zwingend miteinander zu treiben, aber einfach dass jemand da ist.

Ich verstand mich mit meinem Mann gut, sehr gut sogar. Päärchenabende im Hotel, obwohl es keine Päärchen gab. Liebesgeflüster war im ganzen Esssaal zu hören, obwohl es keine Liebe gab. Lovestorys wurden ausgetauscht, obwohl es doch keine Lovestorys waren. Bilder geschossen, die eigentlich nicht der Wahrheit entsprachen.

Schlussendlich landetet auch ich mit meinem Mann im Bett. Oder eigentlich unter der großen Dusche, ganz unverhofft und doch so glasklar. Wunderbare Tage folgten, bis mich mein Freund wieder abholte.
Klar, fragte er wie es war, ob ich mit dem Mann irgendwas gehabt hätte. Auch wenn ich mit einem gezielten „Nein“ antwortete, konnte man das Feuer der Leidenschaft noch in den Augenwinkeln glühen sehen.
Schließlich und endlich wusste er Bescheid. Wusste von der Liebe, die keine war. Wusste von dem Glück, das nur auf Zeit war. Und er war nicht böse, kein einziges Bisschen – nicht mal ein wenig.

 

Ich habs geträumt. Heute Nacht, so etwas Ähnliches. Es hat mich verwundert und trotzdem war es so unbeschreiblich toll, es zu träumen. So etwas nicht normales, als hätte es irgendetwas zu bedeuten – was es wahrscheinlich nicht hat. Ich glaube nicht an Traumdeutung oder anderen Blödsinn, was diese Dinge betrifft. Es ist einfach genial, was sich das Gehirn für Geschichten ausdenkt. Unnormal, aber völlig phantastisch. ♥

Kategorie: Words

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