Jahr: 2011

Change for a Dollar – Kurzfilm

Mein Bruder hat mich auf diesen Film aufmerksam gemacht, ich hatte eigentlich keine Zeit, diesen Film anzusehen. Nicht einmal die 10 Minuten wären mir es wert gewesen. Er hat mich aber fast dazu gezwungen, und jetzt finde ich diesen Film so gut, dass ich ihn hier posten muss. Diese Emotionen, die dieser Film rüberbringt, sind wirklich genial. Vor Weihnachten passt dieser Film perfekt, er erinnert uns einfach an die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind. Dieser Film braucht nicht viele Worte, so will ich ihn auch nicht wirklich beschreiben. Seht ihn euch an, er ist wirklich toll! Hier gehts zum Film! (Aufgrund von ungeklärten Haftungsrechten für Blogger, gibts keine direkten Einbindungen mehr auf meinem Blog.) Der Film ist übrigens von Sharon Wright.

Eislaufen

Der kalte Wind weht ihr um die Nase, Musik schallt in den Raum, während sie nachdenklich in ihre schwarzweißen, wunderschönen Eislaufschuhe steigt. Sie ist allein hier, gerade hat die Eislaufhalle geöffnet, es ist bis auf die Musik still hier. Sie stellt ihre Tasche unter eine Bank und wackelt unsicher in Richtung Eisbahn. Es sind keine Spuren zu sehen, es ist nichts als glattes, feines Eis in ihrem Sichtfeld. Kurz schreckt sie davor zurück, das fast perfekte Eis zu zerstören, ihre Spuren darin zu verewigen. Es ist als würde ihr das Eis leise zuflüstern, als würde das Eis jede perfekte Minute genießen. Nach kurzem Zögern steigt sie sanft, vorsichtig, ja fast zärtlich auf das Eis, so als wolle sie es nicht verletzten. Sie beginnt sich langsam in Bewegung zu setzen, es ist auch als erfahrene Eisläuferin sehr schwierig für sie, sich auf dieser glatten Eisfläche fortzubewegen. Langsam dreht sie ihre Runden, sie sieht nur ihre Spuren, es werden immer mehr, immer verwirrender schlängeln sie sich durch die Eisfläche. Sie fühlt sich frei, sie fühlt sich, als …

Reise mit dem Mond

Langsam fahren wir aus der Nacht der untergehenden Sonne entgegen, es ist ruhig um mich herum, jedes Gesicht ist dem hellen Mond zugewandt, der uns auf dieser Reise begleitet. Er steht so ruhig am düsteren Himmel hinter uns, und doch ist er ständig in Bewegung – in Bewegung mit uns. Autos zischen an uns vorbei, und doch ist es so leise, dass man jedes einzelne Atmen hört, ruhig und beständig. Es scheint, als wären alle zur Ruhe gekommen, als hätte der Anblick des Mondes sie gelähmt, stumm gemacht. Vor uns leuchtet es noch schwach rot hinter der kleinen Hügelkette hervor, ein kleiner Abschiedsgruß der Sonne, immer mehr zieht sie sich vorm Mond zurück, immer mehr Helligkeit verschwindet aus unserer kleinen Welt. Die Blicke wandern wieder zurück zum Mond, der immer noch neben uns her gleitet, als würde er jedem von uns versprochen haben, dass er unseren Weg erhellen wird. Es war, als könnte jeden Moment jemand beginnen, über den Mond zu philosophieren, als würden wir alle von ihm zu der Frage aufgefordert, warum er für …

Wie soll man auf sie böse sein?

Meine Haustiererziehung klappt nicht, liegt aber nicht an mir, sondern an den zuckersüßen Blicken meines kleinen Hündchens – ehrlich! Sie ist ja ein kleines Shi-Tzu-Mädchen, schon mindestens drei Jahre alt, und beherrscht den Hundeblick perfekt. Wir haben sie vom Tierheim, da hatte sie noch längere Haare, erinnerte irgendwie an ein überdimensioniertes Meerschweinchen. Wir haben sie aber jetzt scheren lassen, und langsam hab‘ ich mich an die kurzen Haare gewöhnt und möchte es gar nicht mehr vermissen in ihre schnuckeligen Augen sehen zu können. (Konnte man vorher aufgrund der Haarmenge nicht wirklich erkennen – sie hat ja schwarze Augen!) Neues Problem: Ich kann nicht mehr böse auf sie sein, egal was sie auch macht – und anstellen tut sie eigentlich seeeehr, seehr viel. Mit Mühe schläft sie jetzt wieder auf der Couch und nicht in meinem Bett (praktischer Fußwärmer!). Sie macht nichts Großes kaputt, aber kleine Dinge sind nicht sicher vor ihr – meine Dekohäschen sind alle nur noch ohne Fell! Haben ihr wohl ohne besser gefallen.. Aber man muss zugeben – diesem Hundeblick kann man …

Becci in der Natur

Anfang dieser Woche bekam ich so einen irre ungewöhnlichen Anruf aus der Natur, ich sollte doch mal wieder vorbeigucken! Mach ich doch glatt! Auf ins Auto, langen Weg nach St.Gilgen, Postalm auf uns genommen und voller Tatendrang hab ich auch noch meine Kamera mitgenommen. Zufällig war auch noch das schönste Herbstwetter und ich fühlte mich um Jahre zurückgesetzt (Ja! Ich war mal begeisterte Berggeherin, Klein-Becci ist da raufgestampft wie ein Profi!). Vor Jahren waren wir da einmal raufgegangen, nicht weit, aber weit genug, noch vollzählig, so mit Papa und so. Damals wurde mal ein Foto gemacht, muss irgendwo verschwunden sein, aber ich kann mich daran erinnern. Ans Foto, nicht an den Ausflug. Oder vielleicht doch, weiß nicht so genau. Jedenfalls gab’s dort einen klitzekleinen, aber genialen Wasserfall, und den wollten wir wiederfinden – MIT ERFOLG! Auffallend waren dieses Mal jedoch die Steintürmchen, die überall im Fluss/Bach herumstanden. Weiter unten gibts dann eh ein Foto von einem, aber da waren mindestens noch 20-25 gleiche Steintürme auf dem Weg nach oben zu sehen. Solche Türmchen haben anscheinend …

Innsbruck, es war schön mit dir!

Letztes Wochenende verbrachte ich mit meinem Freund bei seinem Cousin und dessen Freundin in Innsbruck. Nach einer einigermaßen kurzweiligen Zugfahrt kamen wir im komplett verregneteten Innsbruck an, es donnerte und schüttete wie aus Eimern. Ich war nur mit Ballerinas gekommen, und nach dem 10minuten-Heimweg konnte ich in meinen „Schuhen“ baden gehen. Wir wollten danach in ein Hallenbad gehen, die aber leider alle Sommerpause hatten. So beschlossen wir erstmal shoppen zu gehen – wir trafen die unfreundlichste Mitarbeiterin von Claire’s, die wir je gesehen hatten. Zurzeit kann ich – auch weil mir auf die Beschwerdeemail noch niemand geantwortet hat! – dankend auf Claire’s verzichten! Wir wurden wüst beschimpft, obwohl wir NICHTS getan hatten. Weil ich mir nicht gefallen lassen wollte, dass wir vor allen Kunden als Kleinkinder hingestellt wurden, suchte ich nach einer Möglichkeit, Claire’s anzuschreiben. Schwieriger als gedacht – es gibt keinen Ansprechpartner in Österreich oder Deutschland im Internet zu finden, so schrieb ich erstmal an die englische Ansprechperson. Aber bisher gibt es keine Reaktion, vielleicht werde ich an das Shoppingcenter schreiben, die haben sicher …

Sie

Sie hatte Augen,  so ausdrucksstark und man meinte, dass sich Träume darin spiegelten, es war  nicht von Bedeutung, welche Farbe diese Augen hatten. Ich glaube, sie waren blau, irgendwie hellblau, aber doch kräftig. Es waren Augen, denen man nicht ausweichen kann, die einen fesseln, obwohl sie nicht angsteinflößend eisblau waren, sondern eher ein helles Meeresblau, in denen man sanfte Wellen vermutet. Sie saß vor mir, mit dem Kopf zu mir, die Augen blickten träumerisch aus dem Zugfenster, die Landschaft vorbeirauschend. Ihre dunkelblonden Haare waren zu einem leichten Knoten im Nacken zusammengebunden, ihr Gesicht war zart, fast zerbrechlich. Sie war nicht blass, nicht braun, genau mittendrin. Sommersprossen hätten gut zu ihr gepasst, vielleicht wären von der Nähe welche sichtbar gewesen, aber ich konnte sie nicht entdecken. Sie erinnerte an den Moment in „Titanic“, die beiden Liebenden auf dem Schiffsdeck, die berühmten seitlich ausgestreckten Arme, die die absolute Freiheit signalisieren. Ihr Blick ließ mich Geschichten erfinden, über ihre Träume philosophieren, mir ihr Lebensziel vorzustellen. Innerlich suchte ich nach Worten, sie zu beschreiben, mehrmals trafen sich unsere Blicke, …