Alle Artikel mit dem Schlagwort: liebe

Alltagsromanze

Blicke treffen sich. In den Spiegeln über den Obstregalen spiegeln sich unsere Körper, langsam aber sicher kommst du immer näher, langsam und bedächtig musterst du die dunkelrot gefärbten Erdbeeren, dein Blick wandert immer wieder zu den Spiegeln über uns. Errötet sehe ich weg, bin fast beschämt, wie sehr mich dein Blick verfolgt. Deine Blicke, sie legen sich über mich, wie tiefblauer Samt sich um den Körper schlingt. Langsam widme ich mich der richtigen Obstauswahl, während ich gedanklich schon dein blondes Haar fühle, gerade rechtzeitig bemerke ich, dass ich gerade im Begriff war, die Avocados vor mir zu betasten. Ruckartig ziehe ich meine Hand zurück, ein bisschen zu schnell um zu bemerken, dass du gerade in diesem Moment hinter mir stehst. Ein elektrischer Schlag durchfährt mich, du lächelst nur ruhig in mein vor Scham errötetes Gesicht. Ohne noch einmal meinen Blick von den Obstsorten abzuwenden, packe ich alle möglichen Obstsorten in meinen Wagen um dir nicht noch einmal ins Gesicht sehen zu müssen. Unruhig schiebe ich den Einkaufswagen vor mir her, ich schleiche fast wie ein …

Change for a Dollar – Kurzfilm

Mein Bruder hat mich auf diesen Film aufmerksam gemacht, ich hatte eigentlich keine Zeit, diesen Film anzusehen. Nicht einmal die 10 Minuten wären mir es wert gewesen. Er hat mich aber fast dazu gezwungen, und jetzt finde ich diesen Film so gut, dass ich ihn hier posten muss. Diese Emotionen, die dieser Film rüberbringt, sind wirklich genial. Vor Weihnachten passt dieser Film perfekt, er erinnert uns einfach an die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind. Dieser Film braucht nicht viele Worte, so will ich ihn auch nicht wirklich beschreiben. Seht ihn euch an, er ist wirklich toll! Hier gehts zum Film! (Aufgrund von ungeklärten Haftungsrechten für Blogger, gibts keine direkten Einbindungen mehr auf meinem Blog.) Der Film ist übrigens von Sharon Wright.

Eine kurze Liebeserklärung

Man geht in dieses riesige Gebäude, bekommt Hitzewallungen, spürt pures Glück durch die Adern fließen und kann das Lächeln nicht mehr aufhören. Natürlich geht es nicht jedem so, nicht jeder spürt dieses Gefühl, dieses pulsierende Glück beim Anblick der genialsten Möbel, die es für mich gibt. Diese vollgestopften Räume, winzig kleine Wohnungen, die trotzdem diesen Wow-Effekt haben. Ich bin in meiner Welt, wenn ich dieses Einrichtungshaus gehe, mein Lebenstraum ist ein Haus voll mit diesen Möbeln, bei denen ich Herzrasen bekomme. Das Aufbauen ist mies, ich mach‘ sogar bei den leichtesten Dingen alles kaputt. Sieht man an meinen 5€-Tischchen, die ich nicht nach Anleitung aufgebaut habe, obwohl diese kinderleicht gewesen wäre. Bitte, IKEA, darf ich bei euch einziehen? ♥

Warum ich Hippie gewesen wäre

Freie Liebe und so, träumen unterm Sternenhimmel, sparen für’s genialste Festival ever. Musik, Freiheit und Sex. Jeden Tag, kämpfen für Frieden und gegen die strengen Eltern. Unser Auto mit Blümchen besprayen und damit irgendwo in den Wald fahren. Fliegen wie ein Vogel, die Welt unter uns. Die Haare naturgewellt, nur mit einem bunten Band verziert. Natürlichkeit in allen Ebenen. Unrasiert, glaub‘ ich. Ich schweife ab, weg von der bunten Welt der Hippies in den Hintergrund. Ganz ohne Probleme war diese Zeit doch auch nicht. Was haben die leicht bekleideten Mädchen wohl gedacht, wenn ihre Tage ausgeblieben sind. „Yeah, 9 Monate Sex und ich kann zumindest nicht mehr schwanger werden!“ – werden sie wohl nicht gedacht haben. Was wenn sie sich ernsthaft verliebt haben, so richtig mit allem drum und dran? Wenn Sex unterm Sternenhimmel ihnen auf einmal nicht mehr gereicht hat? Wenn die kleinen Hippiemädchen traurig in ihrem Zimmer bei den verhassten Eltern (die sie fast rausgeschmissen haben, weil sie einen Mann nach dem anderen nachhause gebracht hatten) sitzen und sich verzweifelt den Vater des …

Verlieren ist keine Option.

Es ist nicht so, dass ich akut vom Verlieren betroffen bin. Zerzeit. Wenn man zurückblickt, habe ich wohl schon einiges verloren. Freunde, gute Freunde, Elternteile, Verwandtschaft, Tiere, Teile meines ganzen Lebens. Jeder verliert. Es kommt nur darauf, wie man verliert. Ob man verlieren kann, wie man so schön sagt. Ob man „Mensch, ärgere dich nicht“ irgendwann wörtlich nehmen kann. Als Kind wollten sie uns das „Verlieren“ lernen, damit wir nicht mehr so komplett verärgert, laut die Tür zuschlagend uns aus dem Staub gemacht haben, wenn wieder mal ein anderer alle 4 Hütchen als Erster zuhause hatte. Im Unterbewusstsein wollten sie uns wohl nicht auf das Spieleverlieren vorbereiten. Denn das Leben ist kein Spiel, auch wenn es manche so sehen mögen. Es ist nicht dazu gemacht, nur Freude zu haben, nur mit Glück übersät zu werden und irgendwo fröhlich die Däumchen zu drehen. Klar, Freude ist toll und schön & soll auch im Übermaß vorhanden sein, aber wie es eben so ist, Freude ist begrenzt. Spaß auch, und irgendwie alle Dinge, die das Leben schöner machen. …

You could be happy

Du könntest glücklich sein, so ohne mich. Bist du es auch? Hast du gefunden, was du immer finden wolltest? Liebst du sie, von ganzem Herzen? Geht es dir nun gut? Träumst du manchmal noch von unserer Geschichte? Erzählst du deinen Kindern einmal von uns? Hast du unsere Bilder zerstört, verbrannt und weggeworfen? Hast du mich vergessen, so wie du gesagt hast? War es besser für uns, uns nie mehr in die Arme fallen zu können? Hätten wir Freunde bleiben sollen? Wären wir ein Traumpaar gewesen? Hättest du eine Familie mit mir gegründet? Hast du deine Jugend ausgelebt? Den Ernst des Lebens gefunden? Hat sich der Trennungsschmerz ausgezahlt? Bist du glücklich, my dear – bist du glücklich? 1000 Fragen gehen durch den Kopf. 1000 Antworten auf diese Fragen, doch niemand wird sie dir jemals geben. Es ist auch egal, denn es sind nur Gedanken. Meine Gedanken werden nie mehr in deine Nähe kommen, deine Meinung wird nie mehr in meiner Anwesenheit ausgesprochen. Du wirst nie mehr diese Blicke auf mich werfen, die ich so geliebt habe. …

Questions of life #1 – Wieviel schwärmen ist erlaubt?

Man ist vergeben, glücklich. Man hat beschlossen, für immer und ewig den gemeinsamen Weg zu gehen. Man ist jung, will noch viel erleben. Auf den ersten Augenblick erscheint man glücklich und zufrieden. Auf Partys sieht man uns nur noch zusammen und wie unzertrennlich. Man lebt gemeinsam, auch wenn vorerst noch nicht in einer Wohnung. Über so einfache, alltägliche Dinge macht man sich erstmal wenig Gedanken. Man wird gemeinsam einen Kochkurs machen, den Rest macht man auch alles mal gemeinsam. Sagt der weibliche Part. Der männliche Part sagt gar nichts dazu, schweigt und hofft, dass es nicht so sein wird. Nach einiger Zeit vertrauter Zweisamkeit und Verliebtseins kommt es. Das Verlangen nach Freiheit, ein bisschen eigenes Leben. Nicht, dass man den anderen nicht mehr lieben würde, nein ganz und gar nicht. Man braucht nur wieder etwas Luft. Eigene Dinge und bisschen Leben. Die Gemeinsamkeiten sind doch nicht so, wie man sie sich vorher vorgestellt hat. Einige Interessen teilt man sich nicht, will sie trotzdem nicht verlieren. Dann geht man. Geht man raus in die Welt, zu …