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Augenblick

Manchmal glaubt man ja gar nicht mehr, dass es ganz oben schön sein kann, wenn der Weg schon grauenhaft und schwierig aussieht. Metaphorisch gilt das natürlich auch für das Leben allgemein, aber in diesem Fall meinte ich den Berg auf den wir fahren mussten, um in ein kleines, feines Skigebiet zu kommen. Es galt dann auch noch für meinen Bruder, der wohl nicht mehr glaubte, dass Skifahren lustig sein könnte. (hihi   ) Dieses Jahr habe ich den Winter ja nur ganz kurz gesehen und war wirklich wahnsinnig froh darüber, weil ich dem Schnee einfach nichts abgewinnen kann. Für einen Tag wollten wir trotzdem gern mal Pulverschnee unter den Brettln haben und sind auf eine kleine Alm in der Steiermark gefahren. Unten sah’s tatsächlich aus, als würd‘ da oben kein Schnee liegen. Grasgrüne Wiesen, strahlender Sonnenschein, mit zunehmender Höhe dann doch ein paar Fleckerl Matsch und erst im oberen Drittel sah die Welt um uns herum angezuckert aus. Ich konnte es dann ja fast nicht glauben, dass wir die letzten Meter Panik hatten, stecken zu bleiben. …

Der Duft von Schnee

Morgens, der kalte Wind bläst die Haare aus dem Gesicht, die Wiese leicht angezuckert. Gerade so, dass man die weißen Flecken schon sehen kann, noch so wenig, dass sich die grünen Blätter gegen den Schnee wehren. Vielleicht wollen sie noch nicht weg, noch ein bisschen Herbstsonne verspüren, bevor sie entgültig verrotten. Ich gehe entlang der Straße, es ist höllisch kalt. Durch die Löcher in den Handschuhen beisst die Kälte, die Jacke ist nicht windfest genug, die Schneeflocken tänzeln vor mir durch die Lüfte. Es scheint, als würden sie sich freuen, endlich aus ihrem Sommerschlaf erwachen zu dürfen. Doch die Freude währt nicht lang, am Boden angekommen, sterben sie auf dem grünen Grund und vergraben sich selbst in der Erde. Die ersten Schneeflocken haben es nicht leicht. Die meisten verenden auf  dem noch viel zu warmen Boden, manche dürfen einige Zeit auf Autos mitreisen, bis sie sich nicht mehr festhalten können und weggeschleudert werden. Tagsüber scheint die Sonne, wärmt die kalte Welt, so gut, wie sie eben noch kann. Ich danke ihr gedanklich dafür, ich kann …