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Baguette mit Tomaten und Cashew-Mozzarella

Tomaten und Mozzarella gehören für mich schon seit meiner Kindheit zum Leben dazu, ich wurde ganz maßgeblich von meiner Mama darauf geprägt. Soulfood vom Feinsten würde ich sagen, leider gibt es wenig Alternativen im pflanzenbasierten Kochen, die mir dieses Gefühl wieder schenken konnten – bis ich den Cashew-Mozzarella von “The Buddhist Chef” ausprobiert habe!

Der “Käse” rinnt vom Baguette, er ist leicht säuerlich, vor allem weil ich mehr Zitrone hineingebe, als im Originalrezept angegeben ist. Es erfreut mich außerdem, dass man für diesen Mozzarella nicht Unmengen an Cashews braucht und als einzige etwas ausgefallene Zutat Tapiokastärke zum Einsatz kommt. Diese gibt es im Asia-Laden deines Vertrauens – und los gehts mit dem Cashew-Mozarella-Vergnügen!

Zutaten für vier Baguette-Hälften

Es ist eigentlich viel zu einfach, um es Rezept zu nennen, allerdings ist es einfach viel zu gut, um es nicht unter die Leute zu bringen – wer weiß, vielleicht sind ja noch mehr unter uns, die diese Alternative noch gar nicht kannten?

Das Baguette wird mit Pesto bestrichen, mit Mozarella und Tomaten belegt und ab in den Ofen damit. Solange backen, wie du möchtest – ich sehe ja am liebsten dem Käseersatz beim Blubbern zu und warte bis er braun genug ist, um als überbacken zu gelten. Am Schluss noch schnell die Grillfunktion eingeschalten und dann das Caprese-Feeling genießen!

Pumpstillen – meine Erfahrungen

Schon in meiner Schwangerschaft habe ich mir sehr viele Gedanken um das Stillen gemacht, immerhin ist es vorerst einmal einer der wichtigsten Faktoren im Leben meiner Tochter. Ich hatte tausend Fragen, die allerwichtigste: “Wird es klappen? Wird sie satt werden?”
Es ist schade, dass wir durch einen verzögerten Milcheinschuss von Beginn an Probleme hatten, richtig ins Stillen hineinzukommen. Emma hatte schon am zweiten Tag die Brust nur noch angeschrien und konnte erst mit Stillhütchen zum Stillen gebracht werden. Allerdings klappte auch dies nur bedingt und nach 6 Wochen hatte sie zuwenig zugenommen und so hieß es sowieso Zufüttern. Das erste Fläschchen hatte sie in kurzer Zeit einfach leer getrunken, da begann es dann in meinem Gehirn und Herz ordentlich zu rattern. Hatte ich sie hungern lassen, weil ich sie unbedingt stillen wollte, hätte ich früher zur Flasche greifen sollen, wieso trinkt sie nicht effektiv, wieso spuckt sie so viel, und überhaupt – was stimmt nicht mit mir, dass ich es nicht hinbekomme, meine Tochter zu stillen?

Zahlreiche Googleanfragen und Beruhigungsversuche durch meinen Mann später entschied ich mich, es zu versuchen, die Milch abzupumpen. Das letzte Mal als Emma an der Brust trank, war echt hart für mich. Ich hatte das Gefühl, ihr etwas Essentielles zu nehmen, doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie mit der Flasche anscheinend viel glücklicher war. Sie lachte auf einmal beim Füttern, statt einen hochroten Ärger-Kopf zu bekommen und so war ich zur “Pumpstillerin” geworden.

Nun ging die Suche wieder weiter, denn ich wusste ja gar nicht, wie ich das alles anstellen sollte, wie oft pumpen, wie erhöht sich die Milchmenge, welche Pumpe ist gut geeignet,… Schnell habe ich bemerkt, dass es im deutschen Sprachraum wenig dazu zu finden gibt und habe mich bei den amerikanischen YouTuberinnen und deren Blogs schlau gemacht. Nun möchte ich auch den deutschen Sprachraum etwas mit Erfahrungen füllen, damit es Mamas, die auch so “gerne” googeln wie ich, etwas einfacher haben.

no breastmilk was harmed for this picture 😉

Fragen und Antworten zum Thema

1. Welche Pumpe soll ich wählen?

In Österreich und auch in Deutschland kann man sich eine elektrische Milchpumpe vom Arzt verschreiben lassen. Ich bekam meinen Verordnungsschein direkt im Krankenhaus, nachdem ich mit der Stillberatung gesprochen habe. Ansprechpartner sind vor allem Kinderarzt oder Frauenarzt.

Für dauerhaftes Abpumpen eignen sich Doppelmilchpumpen am besten, es gibt verschiedene “große” Marken, wenn du dir eine leihen kannst, probiere es einfach, ob du mit der Pumpe gut zurecht kommst.

Ich bin am besten mit einer günstigen Pumpe vom großen A zurechtgekommen und pumpe aktuell mit dieser. Allerdings war meine Leihpumpe für mich irgendwie nicht so ideal, daher habe ich vier verschiedene Pumpen ausprobiert, bis ich die richtige für mich gefunden habe.

Es wird im Internet davon abgeraten, eine gebrauchte Pumpe zu kaufen, vor allem, wenn diese kein geschlossenes System aufweist. Das bedeutet, dass die Milch in den Motor gelangen kann und dort kann man die Pumpe leider nicht reinigen. Im deutschen Sprachraum ist es allerdings öfter so, dass gebrauchte Pumpen gekauft werden. Ich denke, hier muss jede selbst für sich überlegen, ob es für einen hygienisch vertretbar ist.

2. Wann und wie lange soll ich pumpen?

In den ersten zwölf Wochen ist es wichtig, sehr regelmäßig und oft zu pumpen um die Milchproduktion anzuregen. Das ist verdammt anstrengend und vor allem nachts eine echte Überwindung. Alle zwei bis drei Stunden sollte gepumpt werden, nachts können es auch einmal vier Stunden sein. Ich persönlich war über diese Zeit dann schon fast drüber, als ich begonnen habe, ausschließlich zu pumpen, daher kann ich meine Erfahrungen in diesem Bereich kaum teilen.
Meine Erfahrung ist, dass nach zwei Stunden bei mir kaum Milch kam, ich habe dann relativ schnell die Abstände verlängert, auch weil ich ein Baby habe, dass sich kaum weglegen lässt und die ersten Wochen nur auf uns geschlafen hat.

Tipp: Es gibt Apps, mit denen du Pumpzeit und Pumpmenge aufzeichnen kannst. Das hilft vor allem anfangs zu sehen, wieviel Milch produziert wird und ob nach längeren Abständen der selbe Output herauskommt, wie mit kürzeren. Für iOS habe ich die App “Breastfeeding” verwendet. (Werbung, unbeauftragt)

Anfangs habe ich 20 Minuten gepumpt, und 7x am Tag, jetzt habe ich auf 4-5x am Tag reduziert und pumpe dafür 30 Minuten pro Pumpgang. Meist pumpe ich in der Nacht zwischen 2-4 Uhr und dann um 07:00 Uhr, 12:00 Uhr, 18:00 Uhr und noch einmal um 22:00 Uhr.

3. Welche Utensilien gibt es, die das Pumpen erleichtern?

Jedenfalls ein Pump-BH! Diese Kleidungsstücke halten die Pumptrichter und man hat die Hände frei – zum Baby streicheln, zum Tippen am Computer oder auch zum Mitmassieren beim Pumpen.

Ansonsten finde ich Kühlakkus zum Verreisen praktisch, um die Muttermilch gekühlt zu halten.

Da ich sehr wenig Milch habe, bleibt mir nichts zum Einfrieren übrig – wenn du allerdings viel Milch hast und dein Baby eingefrorene Milch trinkt (sie schmeckt oft anders!) sind Muttermilchbeutel bestimmt nützlich.

4. Durchhaltetipps

Gefühlt jede Woche kommt der Punkt, wo ich auch einfach aufhören will. Seien es schmerzende Brustwarzen, die “verlorene” Zeit, die Müdigkeit, der Reinigungsaufwand oder das “An-die-Pumpe-Gekettet-Sein” – es ist wirklich oft große Motivation nötig, weiter zu machen.

Wunde Brustwarzen kann man genauso behandeln, wie wenn sie vom Stillen kommen würden. Versuche jedenfalls die richtige Brusthaubengröße zu wählen (Hier siehst du ein Bild zur Veranschaulichung). Für mich sind diese Massagekissen, die auf die Brusthaube gegeben werden, sehr angenehm, die gibt es allerdings nicht für jede Pumpe. Manchmal passen sie aber drauf 😉

Die Vorteile des Pumpens sehen: Es kann auch jemand anders füttern – das nutze ich am meisten aus, denn manchmal kann ich so eine Pause genießen, die ich sonst nicht hätte.
Es ist günstiger als Säuglingsnahrung – Wenn alle emotionalen Gründe ausfallen, hilft mir dieser. Warum für Nahrung etwas bezahlen, wenn ich die beste “gratis” zur Hand hätte?

Während dem Pumpen lenke ich mich so gut es geht ab – belohne mich mit einer Folge meiner Lieblingsserie, vor allem abends. Tagsüber spiele und quatsche ich mit meinem Baby, nachts surfe ich durch das Netz.

Es gibt eine Facebookgruppe mit Gleichgesinnten, die hilft auch immer wieder! 🙂

5. Milchmenge steigern

Immer wieder ein großes Thema, denn nicht alle schaffen es, ausreichend Milch zu produzieren. Es gibt viele Tipps und Tricks, nicht nur für Pumpmamas, dazu zählt Stilltee, Blockshornkleesamen, viel (nicht zuviel!) Trinken und öfteres Anlegen, bzw. in unserem Fall Abpumpen.

Für das Pumpen spezifisch gibt es noch das Prinzip des Powerpumpens. Hier pumst du zuerst 20 Minuten, dann 10 Minuten Pause, dann wieder 10 Minuten pumpen, dann wieder 10 Minuten Pause und dann noch einmal 10 Minuten pumpen. So kann das Clusterfeeding imitiert werden, ein paar Tage abends können helfen, die Milchmenge zu steigern.

Mir hat vor allem geholfen während dem Pumpen mitzumassieren, und jedenfalls Pumpen bis nichts mehr kommt und dann noch ein paar Minuten dazu.

Meine Milchmenge reicht immer noch nicht ganz aus, allerdings ist das auch mein Kompromiss, da ich nicht noch mehr pumpen möchte. Nun füttere ich nachts Pre-Nahrung, da sie auch schneller trinkfertig ist. Auch unterwegs greife ich teilweise zur Pre, wenn ich nicht ausreichend Kühlung sicherstellen kann.

6. Youtuber, Blogs,…

Da man es angeben muss – Achtung, Werbung, unbeauftragt – falls ihr euch durchs Netz stöbern wollt, schreibe ich euch meine Lieblingsyoutuber und Blogs auf.

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Einer meiner Lieblingsblogs zum Thema: https://exclusivepumping.com/

Ich hoffe, es sind ein paar Erfahrungen dabei, die euch helfen, das Pumpen zu erleichtern!

Eine von denen

Ich bin eine von denen, eine von denen, die jedes Mal darauf hofft, dass ein Wunder geschehen ist, das größte menschliche Wunder, dass wir überhaupt kennen. Ich bin eine von denen, die rechnet, nachsieht und das Internet nach Möglichkeiten durchsucht, ich bin aber auch eine von denen, die eigentlich weiß, dass es gar nichts, außer vielleicht Schmerz, bewirkt. Und trotzdem bin ich eine von denen, die sich immer wieder und immer wieder der Hoffnung hingibt, um danach von ihr zerfetzt zu werden, in die Einzelteile, Trauer, Wut, Neid und dem einfachen Aufgeben-Wollens. Eine von denen, deren Geduld aufgebraucht ist, und doch soviel aufbringt. Ich bin eine von denen, der man sagt, dass Lockerlassen, doch das beste Mittel sei, dass man nichts erzwingen könne und überhaupt. Eine von denen, die seit Jahren immer wieder nur ein Thema kennt und trotzdem versucht, nicht andauernd andere damit zu belasten, obwohl es eine Last ist, die allein kaum getragen werden kann. Ich bin eine von denen, die sich Verständnis wünscht, oft nur auf Kopfschütteln oder plumpen Trost trifft. Eine von denen, die öfter als andere zum Arzt gehen muss, eine von denen, die darauf angewiesen sind, dass uns irgendjemand glaubt und versteht, dass jemand unsere Schmerzen ernst nimmt, physisch und psychisch. Ich bin eine von denen, die Abschied nehmen musste, als es erst kaum begonnen hatte.

Ich bin eine von denen, eine von vielen und doch ganz oft allein. Eine von denen, die Mütter sind, und doch kein Kind an der Hand halten. Ich bin eine von denen, für die es noch kein Ende dieser Geschichte gab, noch keine glückliche Fügung, in der Warteschleife. Eine von denen, eine von vielen. 

a new chapter

Ein Neuanfang, eine leere Seite, aber doch kein neues Buch, so beginnt jedes meiner Jahre und ich liebe diesen Moment, wenn die ersten Worte darauf erscheinen und die Zeit so ihren Lauf nimmt, Geschichten erzählt und sich trotz riesiger Spannung, nicht in die Karten schauen lässt.

10 Jahre fast ist es her, dass ich mir dieses Zuhause im Internet geschaffen habe, in den Anfängen der persönlichen Blogs, diese Hochstimmung, weil plötzlich viele Menschen ihre Gedanken mit anderen, mit allen die sie lesen wollten, teilen konnten. Ich war so fasziniert von dieser Entwicklung, die Worte sprühten auch aus mir nur so heraus, wollte all’ diese versteckten Texte irgendwo verwahrt wissen, irgendwo, wo sie bestimmt nicht mehr vergessen werden. Es ging mir eigentlich fast nie darum, dass jemand anderes die Texte lesen kann, schreiben, das tat ich immer nur für mich.
Jetzt, die Teenagerjahre doch schon einige Jahre hinter mir, wusste ich nicht mehr, was ich aus meinem Blog noch machen sollte. Ich wusste doch selbst gar nicht genau, was mich noch interessierte und geschrieben habe ich lange keine einzige Zeile mehr. Immer mal wieder versuchte ich, neu zu starten, doch worüber schreiben, wenn ich doch ständig darüber nachgrübelte, was mir überhaupt Spaß machte, warum mir meine früheren Hobbies so gar keine Freude mehr bereiteten.
Über Jahre war ich im Alltag gefangen, hatte stärker oder weniger stark mit Depressionen zu kämpfen, musste herbe Verluste erleben und doch hat es mich jetzt an diesen Punkt gebracht – diesen Blog wieder zu beleben, ihn als Chance und Lerngelegenheit zu nutzen, als kleines Archiv meines Lebens. Ich möchte wieder mehr Authentizität ins Netz bringen, über Erfolge und Misserfolge schreiben, wieder kreativ werden und mehr von “Du bist okay, wie du bist.”.

Schreiben, wieder nur für mich, und mich freuen, wenn es trotzdem wer lesen möchte und vielleicht dem einen oder anderem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern – ein Reisetagebuch durch das Leben, durch mein Leben.

pacific coast highway

Später Nachmittag, die Sonne steht schon tief, fast die ganze Fahrt überwiegt grauer, leichter Nebel. Das Licht, magisch, taucht alles in rötliche Farbe, als sich der Nebel endlich etwas lichtet.
Wir steigen aus, es ist unsere erste Zeit in Amerika, es ist kalt, viel kälter, als uns das warme Licht vermuten lassen möchte, ein erster Vorgeschmack auf die ungewöhnlichen Temperaturunterschiede, die wir hier erleben werden.
Wir schauen aufs Meer, es ist ruhig und doch umschwemmt es die herausragenden Felsen mit einem romantischen Ton, den wir uns immer wieder erträumt haben, zuhause, wo wir das Meer nur als Sehnsucht kennen.
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i baked bread!

Das Brotbacken hat mich immer schon fasziniert, die Bäcker aber noch viel mehr. Diese ewige Warterei, den genauen Zeitpunkt herausfinden, wann das Brot genau gut und nicht schon etwas verkohlt aus dem Ofen geholt werden kann – für mich ist das eine eigene Wissenschaft. Vielleicht stell’ ich mich aber auch einfach zu blöd dafür an, wer weiß das schon ganz genau. 😉 Weiterlesen

Why 2016 is my gift for myself

2015 war ein hartes Jahr. Das kann man schon mal so sagen, nur damit es raus ist. Es wurde viel gewünscht, einiges (schmerzlich) verloren und einiges gerade noch so davongerettet. Und trotzdem, lehrreicher war fast kein Jahr als dieses. Konfrontiert mit dem eigenen Perfektionismus, der immer da gewesenen Sorge um Was-Auch-Immer.

Die Tage sind ins Land gezogen, es ist Neujahr gewesen, wenn man pessimistisch denken würde, wäre eh der ganze Silvesterabend ein übler Vorbote für das neue Jahr, aber bringt das etwa Glück ins Leben? Bringt uns Pessimismus eigentlich weiter? Tut es weniger weh, wenn man das Unglück voraussieht? Das letzte Jahr hat mir mit der Faust ins Gesicht gezeigt, dass das nicht so ist. Es ist trotzdem höllisch, egal, ob man sich vorher freut oder nicht. Es tut nicht MEHR weh. Schmerz ist Schmerz. Aber Glück ist Glück, und es wird nicht weniger, der Moment des Glücks lebt immer noch da, wo er hingehört.

“When you complain, you make yourself a victim.
Leave the situation, change the situation or accept it. All else is madness.” Eckhart Tolle

 

Erkenntnis hin, Erkenntnis her – 2016 ist mein Jahr. Ich hab’ es mir selbst geschenkt. Und hier sind die Gründe:

1. Neujahrsvorsätze funktionieren oft nicht. Ich hatte einige, ein paar wurden erfüllt, einige nicht. Und eigentlich müsste ich andauernd auf die Liste gucken, damit mir all’ die Dinge wieder einfallen, die ich im Eifer des Gefechts herausgefunden habe. Deswegen: Ein Mantra für das ganze Jahr. Meines ist: “Say something!” Und das führt zu Punkt 2.

2. Ich bin mir selbst wichtig. Zumindest wichtiger als das Befinden von x-beliebigen Autoritätspersonen im Leben. Es muss mir nicht schlecht gehen, wenns in der Arbeit mal nicht so läuft. Ich bin nicht Chef, ich bin nicht selbstständig, ich trage meinen Teil zum Hamsterrad bei – ich brenne mich aber nicht aus, nur um dann noch mehr zu tun, weils ja “bei dir eh geht”. {beliebigen Grund einfüllen: Weil du ja noch keine Kinder hast, weil du noch so jung bist, weil, weil, weil, weil,…}

3. Ich suche mir die sozialen Kontakte aus, die ich haben möchte. Zeit für Freunde, für Gespräche und vielleicht auch Vergeben und Vergessen. Nur ich möchte es nicht machen, nur weil es die Welt so sieht. Man muss nicht mit der ganzen Welt auskommen, Akzeptanz und Toleranz und wenn nötig auch Abstand. Gilt auch für Familie.

4. Ich entscheide, was mir gut tut. Und nur weil halb (nein, dreiviertel) der Instagrampeople mit Fitnessgewand rumhüpft – ich mach es trotzdem nicht. Bewegung ist vielleicht wichtig, nicht aber Sport. Und schon gar nicht, wenn es mir dabei nicht gut geht. Ich tanze vielleicht lieber 15 Minuten wie irre durchs Haus oder trinke nur Tee statt Limo und du turnst vielleicht lieber 30 Minuten auf der Matte, verschmähst aber den heißgeliebten Kaffee mit Zucker nicht. Na, und?

5. Du teilst fast jedes Jahr mit jemanden, eines kann auch mal dir gehören. Zuerst bist du Kind, dann vor allem Schüler und Student, dann vielleicht neu in einer Beziehung und dann kommt schon Mutter/Vater, dazwischen hast du vielleicht den Luxus ein Jahr ohne wirklichen Plan durchzuleben, eines nur für dich. Und das wünsch ich mir für 2016. Eines, wo ich ein paar Dinge mache, vielleicht noch was lerne, was mir Spaß macht und einfach mal mit FREUDE das Jahr durchleben.

Vielleicht hast du auch Lust, dir ein ganzes Jahr zu schenken. Geht auch ab jetzt noch. 🙂 

Selbstgemachte Müsliriegel

Die letzten zwei Wochen waren irre, von Freude auf Trauer so schnell umgeschwenkt bin ich kaum einmal, so einmal durchgewirbelt und wieder auf den Boden gebracht und wieder eine Lektion gelernt. Dachte mir eigentlich, dass ich schon genug durch hatte für den Anfang, aber das Leben war wohl nicht einer Meinung mit mir! Nun geht es wieder im gewohnten Lauf weiter, und da möchte ich euch gleich mal mein Debüt in der Müsliriegelproduktion vorstellen!

Es gibt für mich kaum was Besseres zum schnellen Snacken wie die Riegel – ich liebe Müsli, ich liebe die vielen Sorten, die es mittlerweile gibt. Früher habe ich die Banane-Schoko-Riegel fast täglich verputzt. Leider sind die gekauften oft gar nicht sooo gesund, wie sie auf den ersten Blick aussehen. War aber eh klar, oder? Kann ja kaum einfach gehen, wenns kompliziert auch geht. Wobei – so kompliziert ist es gar nicht, wenn man einen Mixer hat.

müsliriegel1

Und weil ich mir gedacht habe, einfach reinhauen geht auch nicht, habe ich mir Dinge ausgesucht, die einiges an Eisen beinhalten, weil man von dem, vor allem als Frau, eh nicht genug haben kann. Die Zutatenliste sieht jetzt erstmal elendslang aus – ich hatte aber fast alles einfach so zuhause, also man kann gern etwas weglassen. Sehr eisenhaltig sind jedoch Kürbiskerne, Chiasamen, Leinsamen und Sonnenblumenkerne – diese Körner hab ich aber für den täglichen Gebrauch meist zuhause, kann man dann auch super für Salate oder Müslis hernehmen! 100g dieser Riegel haben dann einen Eisengehalt von ca. 6,6mg – klingt nicht nach viel, aber ich weiß nicht, ob ich 100g Kürbiskerne einfach so schaffen würde – da sind mir so kleine Riegel schon dreimal lieber! Außerdem sind noch einige andere Vitamine drinnen, hab ich auch nichts einzuwenden. 😉

Müsliriegel mit Eisenpower

100g Haferflocken
100g Walnüsse
100g Nussmix
100g getrocknete Aprikosen
20g gepuffter Amaranth
50g Kürbiskerne
50g Chiasamen
100g Sonnenblumenkerne
50g Leinsamen
50g Sesamsamen

60g Mandelmus
Agavendicksaft nach Belieben und Klebrigkeit

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Alle Zutaten in den Mixer, gut durchmixen und zwischenzeitlich probieren, ob die Masse schon zusammenhält. Wenn sie sich gut zusammendrücken lässt auf einem Backblech verteilen und kurz 10-15 Minuten backen. (ca. 180°C Umluft) Dann auskühlen lassen und in Riegel schneiden.

Ich würde die Riegel nicht händisch formen, wie ich das probiert hab – die meisten sind ziemlich unförmig! Aber gut, man lernt nicht aus! 😉

müsliriegel2

Mögt ihr Müsliriegel auch so gerne? 

Bring’ ein bisschen Pippi ins Leben

Dankbarkeit. Das Wort fällt oft wie ein Schwert zwischen uns, es wird zur Ermahnung missbraucht, verletzend und unbrauchbar. Nur selten, in ruhigen Momenten, da kommt manchmal die wahre Bedeutung dieses Wortes heraus. Oder manchmal, wenn wir etwas Schlimmes erfahren, von anderen, dann überkommt es einen, es fällt wie eine Sternschnuppe vom Himmel. Vielleicht sogar wie ein Meteorit, weil es einen fast erschlägt. Aber eigentlich, so schlimm wäre dieses Gefühl gar nicht, wieso hören wir ihm nicht öfter zu, wieso lassen wir dieses kleine, mächtige Wort nicht öfter unseren Alltag bestimmen. Wäre es nicht manchmal schöner, für Dinge dankbar zu sein, vielleicht weil heute mal wieder die Sonne scheint oder weil morgens mal nicht so stressig war, gemütlich mit einer Tasse Kaffee und noch bisschen schlaftrunken, aber es ist okay so? Es sind oft nicht die großen Dinge, dankbar für das Leben, dankbar für eine tolle Freundin, haben die kleinen Erlebnisse und Gegenstände unseres Alltags keine Bedeutung verdient? Das eine Lied, genau am Morgen, wenn der Wecker läutet, endlich mal eine gute Nachricht, der Hund begrüßt dich, wie jeden Abend, mit einer unbändigen Freude, dich zu sehen. Dankbarkeit ist fragil, unstabil, lässt sich verdrängen und wahnsinnig schnell kaputtschlagen. All’ das Chaos in unseren Köpfen, in unseren Händen und vor unseren Füßen, es dreht uns immer schneller im Kreis, die Zentrifugalkraft zwingt uns, irgendwann die guten Gefühle loszulassen, in einer Spirale festzuhängen und irgendwann todmüde auf den Boden zu fallen, weggeschleudert und schwindelig.
Manchmal, wenn Mut von Motivation angetrieben wird, dann kann es passieren, dass wir losspringen, raus aus unserem Karussell, wankend aber stetig, die guten Gefühle wieder einzusammeln versuchen. Unser Blick ist noch trüb, verschwommen und der Kopf brummt vom ewigen Kreisel und doch irgendwann erreichen wir, Dankbarkeit, Freude und vielleicht sogar ein kleines Stückchen Glück.
Nur dafür musst du springen. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Mach dir deine Welt, widewidewitt, wie sie dir gefällt. Ein bisschen Pippi Langstrumpf hat noch keinem geschadet.

Zitronen-Käsetarte

Kuchen, die mit “Käse” im Namen daherkommen, tun sich vermeintlich vegan sehr schwer. Dem ist aber komischerweise gar nicht so! Ich habe fast noch nie was so einfach hinbekommen, als die veganen “Käse”-Torten! Und jetzt habe ich schon ein paar Varianten ausprobiert. Als ich über den von Love Nonpareille gestolpert bin, dachte ich mir, dass der unbedingt probiert gehört. Da ich aber keinen Mürbteig mag, hab ich ihm einen anderen Boden verpasst, hat ihm auch gut gestanden! Für mein gelbes Dinner hat er sehr gut gepasst – wenn ihr euch das ganze Menü ansehen wollt: 1. Vorspeise – 2. Vorspeise Hauptspeise – viel Spaß beim Nachkochen!

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Diese Tarte kommt mit ein paar Zutaten aus, mit einem “No-Bake”-Boden und einer ziemlich einfachen Fülle. Allerdings ist auch das überaus fancy “Aquafaba” dabei. Das ist Eischnee aus Kichererbsenwasser und ist viel leichter gemacht, als es sich anhört!

Für eine Tarteform Zitronenkäsetarte:

Für den Boden:
5 Stk. Spekulatius (vegan)
200g Mandeln
Kokosfett, KakaobutterFür die Füllung:
Alle Zutaten findet ihr hier: http://www.lovenonpareille.com/der-beste-schnellste-vegane-kaesekuchen/
Ich verwende als Joghurt den “Zitronenkuchen”-Joghurt von Alpro. Statt dem Weinsteinpulver verwende ich Backpulver und die Kichererbsen sind aus dem Glas von Alnatura!
Beim Rezept verweise ich euch auch super gerne auf die tolle Seite von Love Nonpareille! Die Füllung mache ich genauso, mit den oben genannten Zutaten!

Der Boden ist auch super einfach: Spekulatius und Mandeln zu kleinen Stückchen zermatschen, ich mache das in der Küchenmaschine. Wer sowas nicht hat, nimmt geriebene Mandeln, dann gehts leichter! Dann etwas Kokosfett und Kakaobutter schmelzen und in die Masse geben. Wenn sie etwas zusammenhaftet ist das genug. In eine Form drücken und dann schnell in den Kühlschrank. Dort kann sie etwas Aushärten bis die Füllung fertig ist.

Dann bereite ich die Füllung vor und gebe sie auf den Boden und backe sie wie angegeben. Wenn sie ausgekühlt ist, schmeckt sie super!

zitronentarte