Still liegt die Nacht über ihrem Körper, ruhend auf dem Gras. Hört sie es wachsen, es ist doch Frühling?
Fragen, die keine Antwort erwarten, Träume, die keine Erfüllung vorraussetzen. Hoffnungslose Schwärze in ihrem Gefühl. Sie windet sich auf dem graugrünen Boden, starrt hinauf in die Sternenwelt. Sie wünscht nichts, nichts – außer das Fliegen. In andere Welten, vielleicht in den Himmel, vielleicht unter die Erde, nur weg von hier. Nicht, weil es hier nicht schön wäre, die Aussicht auf die Zukunft nicht rosig wäre oder ihre Vergangenheit erdrückend wäre.

Sie hängt sich an schöne Erinnerung, Erlebnisse. Schweigt still, hält aus. Wird es je wieder werden wie sie will? Glück, das einen über Gräben springen lässt, die man sonst nicht mit dem größten Schwung überwinden könnte, Glück, das einen den tiefsten See durchtauchen lässt, obwohl er kalt, dunkel ist und sich viel zu weit ausdehnt. Es ist Gefühl, es will dich zerreissen, dich hüpfen lassen und trotzdem schlägt ihr berstend mit Glück gefülltes Herz lautlos in die Nacht hinein. Für einen kurzen Augenblick ist sie wieder dort, in ihrer Erinnerung.

Sie verbietet sich diese Gedanken, begießt das wachsende Gras mit nährenden Tränen. Niemand wird es hören, niemand wird ihren Ausflug bemerken. Denn brechende Herzen knacksen nicht.

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