Am Wochenende, genauer gesagt am 19. September 2010 ist mein kleiner, grauer, wunderbarer Kater gestorben.
Man kann sagen was man will, dass es nicht schlimm ist, wenn Katzen sterben oder einfach, wenn Tiere sterben. Für mich jedenfalls ist es schlimm, sehr schlimm.

Ich bin es ihm schuldig einen angemessenen Abschied zu bereiten. An ihn zu denken und ihn zu vermissen, denn er war immer in meiner Nähe, wenn es mir nicht gut ging oder einfach nur einsam war. Als er noch ein richtiges kleines Kätzchen war, durfte er immer in meinem Zimmer von unserem Hund flüchten, in meinem Bett schlafen. Gut, im Bett schlief er noch, da war er längst groß. Sein Lieblingsplatz war in meinem Schrank, inmitten meiner Unterwäsche, die er freundlicherweise immer vorher aus dem Kasten herausschob.
Er war ein Meister des Mauzen. Er konnte ewig durchmauzen, in allen Lagen und Tönen. Er war so süß dabei. Immer beim Jause herrichten streifte er in der Küche herum, wollte umbedingt etwas vom Frischkäseaufstrich erwischen, was ihm jedoch nicht gelang.
Jeden Tag, wenn ich von der Schule kam, stand er vor der Haustüre und begrüßte mich. Egal wann ich heimkam, er war immer da. Dann legte er sich zu mir ins Wohnzimmer oder auf meinen Schoß und blieb dort so lang wie möglich. Er liebte das Faulenzen und Schlafen – wie wohl jede Katze.

In den 2 Jahren, den ich meinen Kleinen bei mir haben durfte, hab ich ihn mehr als alle anderen Tierchen geliebt. Er war für mich ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, auch wenn viele das einfach nicht verstehen können. Er war mein Zufluchtsort, mein lebendiger Teddy.

Socke (ich weiß, komischer Name für einen Kater), du bist der beste Kater der Welt. Vermutlich glaubt das jeder von seinem Haustier, aber für mich bist du der Beste. Du weißt das auch, es tut mir leid für dich, dass du jetzt nicht mehr in meinem Bett liegen kannst. Ich hoffe, da wo du jetzt bist, gibts auch ein gemütliches Bett und eine umsorgende Katzenmama für dich. Ich hoffe, sie geben dir etwas von dem Frischkäse, den du so gern gehabt hättest, oder auch etwas vom Butter. Du hast es verdient, allemal. Ich vermisse dein endloses Mauzen am Morgen und deine quirlige Art herumzutollen. Am Morgen, wenn du mit mir das Haus verlassen hast. Ich vermisse, dass du angelaufen kommst, wenn ich deine Futterschüssel wieder angefüllt habe und du nach kurzer Zeit doch wieder alles leergefressen hast. Ich vermisse es, dass du mit Vito so oft gestritten hast, und dich trotzdem mit ihm verstanden hast. Ich vermisse es, dass du meine Pommessauce auffressen willst.
Ich vermisse einfach, dass du bei mir bist.

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2 Kommentare

  1. Mein Beileid. Unser Hund ist letzt auch an gestorben und das war alles andere als leicht. Einschläfern lassen müssen, da sie nimmer gefressen hat.
    Dachten sie schläft ein. Aber den Gefallen haette sie uns nicht gemacht. Die können 3 Wochen nicht fressen. Naja war auch 16 Jahre alt 😐

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