Jahr: 2010

Weihnachtsirgendwas!

Tja, ich hab‘ schon irre viel Schokolade gegessen, mich hübsch gemacht und wünsche euch hiermit ein wunderbares Weihnachtsfest. Oder so ähnlich. Betrinkt euch nicht, denn morgen gibts dann aua-aua. Ich hoffe, ihr bekommt, was ihr euch wünscht. Also, so long!

untitled story #1

Es ist so leise hier, sie sieht durch das dunkelrot gefärbte Weinglas hinaus in die Ferne. Seltsam, würde man denken, wenn man sie da so sitzen sehen würde. Die Jahreszeit ist undefinierbar, leicht schneien die Schneeflöckchen vom Himmel und trotz allem glaubt man ein laues Lüftchen um die entblößten Unterarme streifen zu spüren. Sie sitzt einfach nur da, auf dem alten Gartentisch, der jederzeit zu zusammenbrechen scheint. Die morschige Veranda ist vollkommen von Efeu überwachsen, der im Winter nur teilweise von Schnee bedeckt wird und im Frühjahr sofort wie die dunkelgrüne Farbe des Efeus hat. Unsterblich. Als sie morgens aufwacht, brummt ihr der Kopf. Zuviel Rotwein gestern, denkt sie angestrengt, sucht ihre Klamotten zusammen, bindet die Haare zu einem strengen Dutt und verschwindet im Badezimmer. Sie funktioniert wie eine Maschine, jeden Morgen dasselbe Szenario, jeden Morgen die gleichen Gedanken. Ohne Frühstück verlässt sie das Haus, läuft elfengleich den Weg entlang, raus aus ihrem tristen Zuhause. Der Weg zu ihrer Arbeitsstelle ist nicht weit, fünf Minuten im tiefsten Winter. Das geheimnisvolle Geschäft liegt fast in ihrer …

Die Mitte der Welt – Buchempfehlung

Ich lese zurzeit begeistert das Buch „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel. Der Schreibstil ist überraschend einfach gehalten, trotzdem sagt er soo viel aus. Es macht wahnsinnig viel Freude dieses Buch zu lesen, weil die Geschichte so aus dem Leben gegriffen ist, aber eigentlich niemanden passieren würde. Alle Elemente eines „non-perfect-life“ herausgegriffen und zusammengemischt – dann kommt die Geschichte von Phil heraus. Kurz zum Inhalt, um diesen Blogpost noch bisschen „professionieller“ zu machen. Phil erzählt seine Lebensgeschichte, die damit anfängt, dass er gemeinsam mit seiner Schwester irgendwo [den genauen Handlungsort konnte ich noch nicht ausmachen] am Waldrand geboren wird, sein Vater Amerikaner ist, sich jedoch nie blicken lässt. Phil ist schwul, bemerkt schmerzhaft, dass Liebe und Sex nicht das selbe ist. Seine Schwester ist ein sehr schwer charakterisierbares Wesen, die sich nachts irgendwo herumtreibt. Mehr möchte und kann ich zum Inhalt auch nicht sagen, da es die Stimmung und Spannung vermiesen würde. Ich werde mir heute Abend die nächsten Kapitel durchlesen, mal schauen, wie’s weiter geht.

Weil die Zeit schon wieder davonrennt…

Nach einem Tag vollgespickt mit Ärger und sonstigen sinnlosen, gedankenvermüllenden Dingen bin ich froh, wieder einmal zuhause sein, Tee zu trinken und die Tage bis zu den Ferien zählen. 10 sind es noch. Z-E-H-N. Eigentlich müsste ich einen Tobsuchtsanfall bekommen, schreiend durchs Zimmer rennen und einfach verzweifeln. Warum? Es sind noch 10 Tage bis zum großen Tag, dem Tag der Geschenke. Und fertig bin ich eben einfach noch lange nicht, wenn ich überhaupt einmal fertig werde. Doch, mir macht es nichts mehr. Was solls, den Stress einfach abschütteln, die Tests in der Schule einfach vergessen und die Zeit anhalten. Fantasiereisen in eine andere Welt, in der es zwar Schnee gibt, aber man nie frieren muss. Wo die Flocken einfach auf den Boden gleiten, so sanft, wie  die Daunenfedern von meinem Polster es tun würden. Wo es keinen eisigen Wind gibt, der einen dieses Winterwetter hassen lässt. Wo die Lichter ewig brennen würden, riesige weihnachtlich anmutende Kerzen an jeder Straßenecke ihr Licht aussenden würden – da möchte ich sein. Riesige Tannen rundherum, ein einsames Waldhaus – …

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Da sitzt man nun, sieht dem wieder schmelzenden Schnee zu, wartet geduldig auf Weihnachten und versucht dem Stress zu entkommen. Überlegt, denkt hin und her & findet doch nichts Passendes für diesen einen Menschen. Der einem in dieser Zeit noch mehr abgeht, wie sonst schon immer. Will man doch überall nur tanzende Pärchen, glückliche Kinderaugen glänzen sehen. Die Vorweihnachtszeit ist nicht so, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Ruhig, besinnlich und so familiär. [Dass ich jetzt nicht so auf Familienkram stehe, sollte auch gesagt werden.] Einmal im Jahr, wo man wieder entfernte Verwandte kennenlernt, die man sonst nur auf Begräbnissen sehen würde, so traurig wie es auch klingt.  Einmal im Jahr, wo alle einander zuhören und man gemeinsam Kekse bäckt, wie früher. Stattdessen rennen wir unruhig von Geschäft zu Geschäft, bepackt mit riesigen Tüten voller Geschenke, die am nächstbesten Verkaufstag nach Weihnachten wieder umgetauscht werden, weil sie ja doch keinem so richtig gefallen. Unmut macht sich breit, die jungen Erwachsenen drängen dazu, am Weihnachtsabend doch noch fortgehen zu dürfen – wen interessiert dieses Herumgetue …

Cookies, Kinder und Drama

Bin heute das erste Mal in der Krabbelstube gewesen. War doch irgendwie seltsam, wenn man Kindergarten gewöhnt ist. Aber da es wohl die meisten wenig interessiert, wie Kinder in der Krabbelstube so sind, werde ich auf was Leckeres übergehen. Heute hab ich gebacken. So richtig, jeden Teig selbst gemacht und alles Herzensblut geopfert. Ist ja für normal nicht so bei mir. Ich hasse alles, was irgendwie mit Kochen, Backen oder einem kochähnlichen Vorgang zu tun hat. Pommes machen geht grade noch, aber sonst Sendepause. Jedoch gab’s ein einfach aussehendes Rezept von Cookies im Internet. [Die Seite ist genial, wie gemacht für meine USA-Liebe *__*] Nachdem ich heute zuhause war, zögerte ich nicht lang, packte meine stylische Kochschürze aus [Die ist wirklich toll, Glitzer, Glamour und alles!] und los gings auch schon. Zuerst matschte ich den Lebkuchenteig zusammen, dessen Ergebnis erst morgen sichtbar wird, der Teig muss ja einen Tag rasten. Dann druckte ich mir ganz schnell das Cookierezept aus & mixte alle Zutaten zusammen, es wurde ein richtig guter Teig daraus. So mit Butter, Zucker …

Der Duft von Schnee

Morgens, der kalte Wind bläst die Haare aus dem Gesicht, die Wiese leicht angezuckert. Gerade so, dass man die weißen Flecken schon sehen kann, noch so wenig, dass sich die grünen Blätter gegen den Schnee wehren. Vielleicht wollen sie noch nicht weg, noch ein bisschen Herbstsonne verspüren, bevor sie entgültig verrotten. Ich gehe entlang der Straße, es ist höllisch kalt. Durch die Löcher in den Handschuhen beisst die Kälte, die Jacke ist nicht windfest genug, die Schneeflocken tänzeln vor mir durch die Lüfte. Es scheint, als würden sie sich freuen, endlich aus ihrem Sommerschlaf erwachen zu dürfen. Doch die Freude währt nicht lang, am Boden angekommen, sterben sie auf dem grünen Grund und vergraben sich selbst in der Erde. Die ersten Schneeflocken haben es nicht leicht. Die meisten verenden auf  dem noch viel zu warmen Boden, manche dürfen einige Zeit auf Autos mitreisen, bis sie sich nicht mehr festhalten können und weggeschleudert werden. Tagsüber scheint die Sonne, wärmt die kalte Welt, so gut, wie sie eben noch kann. Ich danke ihr gedanklich dafür, ich kann …