Zeit ist ja eines der Dinge, über die ich gerne schreiben würde. Ich würde ja gern sagen können, hey – ich hab genug Zeit um einmal Dinge zu machen, die mir auch Spaß machen. Ich würde gerne sagen können, ich hätte meine Zeit für mich genutzt, Spaß gehabt und mein Jugendleben gelebt. Ich würde gerne sagen können, ich könnte irre gut Gitarre spielen, schreibe an meinem fünften Roman, weil die anderen schon alle fertig sind. Ich würde gerne sagen können, mein Portfolio ist voll mit Bildern, die ich geschossen habe, weil ich Zeit hatte meine Kreativität zu sammeln. Und manchmal, dann und wann, möchte ich sagen können: Das war jetzt eine Stunde nur für mich, meine Wünsche, meine Laune und meine Musik.

timeofthelife

Klar, ich komme abends nach Hause, esse schnell irgendwelchen ungesunden Kram und verschwinde erstmal in die Waagrechte.  Mein kleiner Luxus ist das. Schlafen. Schlafen. Ruhe. Schlafen. Grey’s Anatomy. Schlafen. Cookies. Schuldinge. Musik. Erschöpfung. Schlafen. Schlafen. Schlafen.

Und am Ende des Tages ist mein letzter Gedanke: Heute hast du wieder nichts gemacht. Keine Fotos, keinen Song gespielt, nichts in deinen Blog geschrieben. Höchstens noch schnell getwittert. Und schon gar nicht kreativ gewesen, nur ein Roboter für das Leben.

Irgendwann gibt es dann diesen Punkt, ich blicke zurück. Auf vieles, das angefangen in der Ecke liegt, die Unordnung und die Unfähigkeit zur Organisation. Kein Produkt, nichts, worauf man stolz sein könnte. Vielleicht noch auf das, dass man nicht unter dem Stress erdrückt wurde.

Ich könnte jetzt ausfallend werden, Lehrer beschimpfen, meckern und alles. Kann ich ja ziemlich gut, mich aufregen. Wollte ich 2011 aber nicht mehr soviel tun. Deswegen muss ich mich zügeln, zurückstecken und mir wehmütig die Fotos von Zeiten ansehen, die mir zeigen, DORT HABE ICH GELEBT.

PS.: Mal gucken, wie sich die Uhr im Header macht. Hm.

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